Für Ärzte
Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztheraphie (AINS)

Netzwerk von 1.800 Chefärzten: Da findet man gute Stellenangebote für Anästhesisten

Sie sind Fachärztin oder Facharzt in der Anästhesie und suchen eine neue Herausforderung? Bei einem anderen Arbeitgeber, in einer neuen Stadt? Oder wollen Sie sich weiterentwickeln? Vom Facharzt zum Oberarzt. Oder interessieren Sie sich für einen Chefarzt-Job? Wir kennen die für Sie passenden Stellenangebote in der Anästhesiologie. Auch für Assistenzärzte. Unsere Berater Désirée Meves und Gary Holland konzentrieren sich ausschließlich auf diesen Fachbereich und kennen ihn ganz genau. Sie halten Kontakt zu über 1.800 Chefärzten in ganz Deutschland.

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    Désirée Meves, Berater für Fachgebiet Anästhesie
    5 Fragen an Marktspezialistin Désirée Meves

    „Wir generieren Stellen, die gar nicht erst
    ausgeschrieben sind!“

    Désirée Meves hat sich wie alle unsere Berater auf ihr Fachgebiet spezialisiert. Zusammen mit ihrem Kollegen Gary Holland hält sie engen Kontakt zu 1.800 Chefärzten in der Anästhesie. Beide kennen aber auch die Bedürfnisse der Bewerberinnen und Bewerber ganz genau. Mit über 1.500 von ihnen haben sie bereits intensive Vorgespräche geführt.

    Ein neuer Job, ein neues Leben. Was ist Ihnen bei der Vermittlung besonders wichtig?

    Veränderungen sollten immer eine Perspektive bieten. Wir wollen nicht bloß „irgendwie irgendwas vermitteln“, sondern arbeiten darauf hin, dass unsere Kunden auch mittel- und langfristig zufrieden sind. Und zwar auf beiden Seiten. Deshalb ist es auch so wichtig, schon beim ersten Gespräch genau zu klären, um was es den Ärztinnen und Ärzten geht: Was soll die neue Stelle bieten, gibt es Raum für Weiterbildung, ist ein Karrieresprung geplant?

    Woher wissen Sie, ob eine Stelle besonders gut zum jeweiligen Bewerber passt?

    Wir als HiPo-Berater stecken tief im Markt drin. Da ist zum einen unser riesiges Netzwerk von Chefärzten, Personalern und Geschäftsführern, das wir pflegen. Wir telefonieren regelmäßig mit unseren Kontakten, wir besuchen die einzelnen Abteilungen in den Krankenhäusern und verschaffen uns auch persönlich ein Bild. Wir sprechen mit Chef- und Oberärzten vor Ort ausführlich und wissen dadurch oft, ob es auch menschlich oder im Team klappen würde.

    Wie suchen Sie nach einem passenden Angebot?

    Nach der ausführlichen Bedarfsprüfung schauen wir, ob es etwas Passendes im Portfolio gibt. Oft ist es sinnvoll, den Markt zu erproben. Bei uns heißt das: Mit einem anonymen Profil die Chancen der Kandidatin oder des Kandidaten auszuloten. Häufig kennen wir auch Stellen, die noch gar nicht ausgeschrieben sind. Und dann gibt es wiederum Stellen, die erst durch unsere Anfragen mit einem passenden Kandidaten generiert werden. Wenn das Profil perfekt passt, dann entwickeln viele Häuser kreative Lösungen.

    Das alles erfordert eine vertrauensvolle und sehr enge Zusammenarbeit mit den Bewerberinnen und Bewerbern.

    Das Vertrauen ist ganz wichtig, schließlich geht es ja bei einer Veränderung auch um sehr persönliche Fragen. Die enge Zusammenarbeit endet für uns aber nicht etwa automatisch nach einer erfolgreichen Vermittlung. Wir bleiben in Kontakt mit unseren Bewerbern. Wir wollen wissen, ob für sie alles passt, ob alles gut ist. Auch wenn es keinen neuen Wechselbedarf gibt.

    Wenn Sie nur fünf Schlagworte hätten, was die HiPo-Vermittlung im Kern ausmacht, welche wären das?

    Kostenfrei, zeitsparend, anonyme Bewerbung, streng vertraulich, effizient.

      Anästhesie Testimonial
      „Endlich konnte ich mit meiner neuen Stelle beginnen und bin nicht nur mit meinem neuen Arbeitsplatz äußerst zufrieden, sondern auch mit Ihrer professionellen Arbeit. Dank Ihnen bekam ich sehr schnell Vorstellungsgespräche und konnte davon profitieren, dass Sie mir zusätzlich alles um das Gespräch organisierten, auch wenn es nur um die Übernachtung ging…“
      A.B. | Assistenzarzt | Anästhesie | Berlin

      Zeit für einen neuen Job?
      Diese Punkte klären wir für Sie im Vorfeld.

      OP-Spektrum
      Weiterbildungsbefugnisse
      Dienstsysteme
      Anzahl der Operationen
      Größe der Abteilungen
      Positionelle Veränderungen
      AT Vertrag (außertariflicher Arbeitsvertrag)
      Vollzeit/Teilzeit

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      • Versicherungen für Ärzte: Das sind die wichtigsten Versicherungen

        Ein Arzt baut eine Pyramide aus Holzwürfeln, die unterschiedliche Symbole aus der Medizin darstellen

        Arzt stapelt hölzerne Bauklötze aufeinander, auf denen verschiedene medizinische Symbole abgebildet sind

        Versicherungen für Ärzte: Das sind die wichtigsten Versicherungen

        Ein unliebsames Thema und dennoch enorm wichtig: Versicherungen für Ärzte. Vielleicht suchen Sie gerade zum ersten Mal nach passenden Versicherungen oder evaluieren Ihre aktuellen Tarife und fragen sich: Wie sind Ärzte am besten versichert? Besonders im medizinischen Bereich sind Berufsrisiko und Verantwortung groß. Im heutigen Beitrag stellen wir Ihnen daher die wichtigsten Versicherungen für Ärzte vor und differenzieren dabei zusätzlich zwischen dem nötigen Versicherungsschutz von angestellten und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten. Gleichzeitig werfen wir einen näheren Blick auf den Unterschied von privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen für Ärzte.

         

        • Versicherungen für Ärzte: Das sind die wichtigsten Versicherungen
        • Die Wahl zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung
        • Welche Versicherungen sind für Ärzte zu empfehlen?
        • Welche zusätzlichen Versicherungen brauchen niedergelassene Ärzte mit eigener Praxis?
        • Umfrage

        Die Wahl zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung

        Allem voran steht die Krankenversicherung, die eine Pflichtversicherung für Ärzte sowie generell für alle Menschen mit deutschem Wohnsitz ist. Ob nun die private Krankenversicherung für Ärzte sinnvoll ist oder ob Ärzte bei gesetzlichen Krankenversicherungen bleiben sollten, hängt von einigen Faktoren ab:

         

        Zunächst können Sie im Angestelltenverhältnis erst ab einem Jahreseinkommen von 64.350 Euro brutto in die private Krankenversicherung für Ärzte wechseln. Grundsätzlich können Sie nach Ihrem Studium als Assistenzarzt mit einem Einstiegsgehalt unter der sogenannten Jahresarbeitsentgeltgrenze rechnen und fallen somit automatisch in die gesetzliche Krankenversicherung. Als selbstständiger Arzt haben Sie die Möglichkeit, zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung für Ärzte zu wählen. Prinzipiell bringt die private Krankenkasse für Ärzte einige entscheidende Vorteile mit sich:

         

        • Günstige Konditionen: Die genauen Kosten eines privaten Tarifs hängen vom jeweiligen Versicherer und den gewünschten Leistungen Der Grundbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung liegt bei 14,6 % vom Bruttolohn, wobei 50 % der Arbeitgeber übernimmt. Da Ärzte mit fortschreitender Karriere überdurchschnittlich gut verdienen, steigen auch die Versicherungskosten immer weiter. Bei der privaten Krankenversicherung können Sie allerdings die Tarife an Ihre Bedürfnisse anpassen und bei Bedarf nachjustieren.

         

        • Mehr Leistungen: Als Versicherungsnehmer der privaten Krankenversicherung haben Sie außerdem Zugang zu mehr Leistungen, die bei der gesetzlichen Krankenversicherung oftmals nicht abgedeckt sind oder selbst bezahlt werden müssen. Besonders im Falle von Krankheit oder bei speziellen Anforderungen wird der Unterschied zwischen den zwei Versicherungen deutlich: Privatpatienten erhalten meist schneller Termine, haben freie Auswahl in den Kliniken und genießen eine umfassende Kostenerstattung bei den meisten Medikamenten. Schließlich sollten Sie Kosten und Ansprüche gegeneinander abwägen, um sich für eine Krankenversicherung zu entscheiden.

        Welche Versicherungen sind für Ärzte zu empfehlen?

        Neben der verpflichtenden Krankenversicherung für Ärzte gibt es darüber hinaus auch einige weitere empfehlenswerte Versicherungen für Ärzte:

         

        • Berufshaftpflichtversicherung: Die Berufshaftpflicht für Ärzte gilt als wichtigste Zusatzversicherung im medizinischen Bereich und ist laut der Musterberufsordnung der Bundesärztekammer sogar verpflichtend. Trotz größter Sorgfalt und jahrelanger Expertise kann es im Ärztealltag zu Fehlern mit kostenintensiven Folgen kommen. Im Falle von Schäden bei Sachgegenständen, Personen und Vermögen kommt die Haftpflichtversicherung für Ärzte grundsätzlich auf. Ein Personenschaden kann beispielsweise bei einem Behandlungsfehler während einer komplizierten Operation oder längeren Therapie vorkommen. Der Jahresbeitrag variiert je nach Versicherungsgesellschaft und gewählter Versicherungssumme.

         

        • Rechtsschutzversicherung: Eine Rechtsschutzversicherung für Ärzte ist zwar nicht verpflichtend, stellt aber eine gute Ergänzung zur Berufshaftpflicht dar. Kommt es nämlich zu strafrechtlichen Folgen und Gerichtsverfahren, übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Anwalts- und Verfahrenskosten. Das ist besonders wichtig, da im Härtefall sogar Suspendierungen oder Berufsverbote drohen. Dabei ist diese Versicherung in verschiedene Bausteine gegliedert wie zum Beispiel für Angelegenheiten im privaten Bereich, im Verkehr und bei Immobilien.

         

        Als Ärzteversicherung ist besonders der Baustein „Beruf“ von großer Bedeutung, da er berufliche Risiken abdeckt. Die Kosten variieren hierbei je nach Tätigkeit und Absicherung: Angestellte Ärzte bekommen die Versicherung bereits ab 150 Euro im Jahr, während niedergelassene Ärzte bis zu 1.000 Euro zahlen können. In diesem Zuge ist es oft auch sinnvoll, den Spezial-Strafrechtsschutz für Ärzte in der Police zu inkludieren. Hier sollten Sie besonders darauf achten, dass die jeweilige Versicherung auf Ärzte spezialisiert ist und Sie im Falle einer Anklage auf Körperverletzung, Krankenversicherungsbetrug und Rechtsfragen mit den Finanzämtern schützt.

         

        Berufsunfähigkeitsversicherung: Auch die Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte ist äußerst empfehlenswert. Sollten Sie aufgrund von etwaigen Krankheiten nicht mehr in der Lage sein, Ihren Beruf zu 50 % auszuüben, sichert diese Versicherung Ihr Einkommen. Bei Vertragsabschluss vereinbaren Sie eine bestimmte Rentenhöhe, die im Ernstfall ausgezahlt wird. Sie sollten die Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, da die Versorgungswerke nur in äußersten Fällen Ihre Rente auszahlen.

        Personen besprechen Vertragspapiere

        Welche zusätzlichen Versicherungen brauchen niedergelassene Ärzte mit eigener Praxis?

        Abschließend können wir festhalten, dass sich die empfohlenen Versicherungen für Assistenzärzte und Ärzte mit jahrelanger Berufserfahrung nicht wesentlich unterscheiden. In Ihrer medizinischen Tätigkeit herrscht ein gewisses Berufsrisiko, das auch bei ausgeprägter Expertise und Sorgfalt rechtliche Folgen nach sich ziehen kann. Anders sieht es bei niedergelassenen Ärzten mit eigener Praxis aus. Als selbstständige Person tragen Sie weitere Verantwortungsbereiche und haben zusätzliche Risiken, die Sie mit den passenden Versicherungen für Ärzte abdecken können:

         

        • Krankentagegeldversicherung: Als niedergelassener Arzt genießen Sie alle Vorzüge sowie auch die Nachteile der Selbstständigkeit. Sollten Sie ein bis zwei Tage aufgrund einer leichten Erkältung zu Hause bleiben müssen, ist ein Verdienstausfall mit Sicherheit tragbar. Bei länger anhaltender Krankheit ist eine Krankentagegeldversicherung aber äußerst sinnvoll, da sie für Ihr Nettoeinkommen Als privat versicherter Arzt haben Sie die Möglichkeit, eine Karenzzeit zu vereinbaren, ab der Sie die versicherte Summe ausgezahlt bekommen. Der Versicherungsbeitrag variiert hier ebenfalls je nach Versicherung, Karenzzeit, Leistungsdauer und -höhe. Prinzipiell gilt aber: Je früher Sie die Krankentagegeldversicherung abschließen, desto günstiger wird es für Sie.

         

        • Praxisausfallversicherung: Eine Praxisausfallversicherung ist auch als Betriebsunterbrechungsversicherung bekannt. Sie ist für niedergelassene Ärzte unabdingbar, da sie für laufende Fixkosten wie Miete und Gehälter aufkommt, falls es zu einer vorübergehenden Praxisschließung aufgrund von Krankheit, Unfällen oder anderen Schäden kommt.

         

        • Praxisinhaltsversicherung: Mithilfe der Praxisinhaltsversicherung können Sie Ihr Praxisinventar vor Beschädigungen Dabei gibt es eine fest definierte Liste an Gefahren, die von der Versicherung anerkannt werden. Dazu zählen beispielsweise Schäden aufgrund von Feuer, Diebstählen oder Naturkatastrophen. Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihren Basistarif um einen Zusatztarif zu erweitern, der beispielsweise eine zusätzliche Glasversicherung beinhaltet und Bargeld oder Laptops erstattet. Da solche extremen Beschädigungen in Praxen seltener vorkommen, gibt es diese Versicherungen für Ärzte bereits ab 100 Euro im Jahr.

        Neben den verpflichtenden Krankenversicherungen für Ärzte steht Ihnen grundsätzlich frei, welche weiteren Versicherungen Sie abschließen. Es kommt ganz darauf an, wo und wie Sie Ihre berufliche Tätigkeit als Arzt ausüben. Sprechen Sie bestenfalls mit einem Versicherungsmakler und lassen Sie sich beraten! Nur so können Sie sicherstellen, dass Sie für alle Eventualitäten bestens abgesichert sind.

         

         

        Die bereitgestellten Informationen in diesem Beitrag sind nicht als bindende Rechtsauskunft zu betrachten. Wenden Sie sich bitte an Ihre Rechtsabteilung oder einen Anwalt, wenn Sie einen professionellen Rechtsbeistand benötigen sowie an Ihren Versicherungsberater, wenn Sie eine professionelle Auskunft über Ihre Versicherungsmöglichkeiten einholen möchten.

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      • Arztbriefe schreiben: Wissenswertes, Anleitung und Tipps

        Arzt hält ein Klemmbrett in der Hand und liest
        Arzt hält ein Klemmbrett in der Hand und liest

        Arztbriefe schreiben: Wissenswertes, Anleitung und Tipps

        Im Studium oft vergessen, im Arbeitsalltag unbeliebt: Der Arztbrief. Erinnern Sie sich kurz an Ihre Seminare und Fortbildungen zurück: Wahrscheinlich wurde kaum Zeit damit verbracht, Arztbriefe schreiben zu lernen. Besonders junge Assistenzärzte müssen aber regelmäßig in ihrem Job Arztbriefe erstellen, um Klarheit und Überblick über die Anamnese, Medikationen und weitere Aspekte eines Patienten zu geben.

        Immer häufiger werden Stimmen von Hausärzten lauter, die die Qualität der Arztbriefe bemängeln: Unverständliche Formulierungen und Abkürzungen sowie unzutreffende Angaben erschweren die adäquate Weiterbehandlung des Patienten. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie einen Arztbrief optimal gestalten, damit Ihre Patienten weiterhin gut versorgt und Ihre Kollegen und Kolleginnen qualitative Arbeit leisten können.

        • Arztbriefe schreiben: Wissenswertes, Anleitung und Tipps
        • Welche Funktion haben Arztbriefe?
        • Wie schreibt man einen guten Arztbrief?
        • Häufige Fehlerquellen beim Schreiben von Arztbriefen
        • Wie ist der Aufbau eines Arztbriefes?
        • Welche Anhänge gehören in den Arztbrief?
        • Umfrage

        Welche Funktion haben Arztbriefe?

        Arztbriefe - auch Entlassungsbriefe - genannt, werden nach der stationären Behandlung eines Patienten sowie nach dem Besuch eines Facharztes geschrieben. Dieses Dokument wird bei der folgenden Überweisung an den nächsten behandelten Arzt weitergeleitet und hat das Ziel, über den Verlauf des Aufenthalts sowie alle Befunde und Medikationen aufzuklären. Diese Informationen sind für anknüpfende Behandlungen von großer Bedeutung, um Fehler bei Diagnosen und Therapieempfehlungen zu vermeiden.

        Beim Verfassen eines Arztbriefes sollten Sie unbedingt auf die Angabe korrekter Daten achten: Sollte es nämlich aufgrund eines mangelhaften Arztbriefes zu gravierenden Fehlern in der Folgebehandlung kommen, haften Sie als Verfasserin oder Verfasser dafür.

        Wie schreibt man einen guten Arztbrief?

        Nachdem wir betont haben, wie wichtig ein guter Arztbrief ist, stellt sich die Frage: Wie schreibe ich einen Arztbrief? Die Länge des Dokuments ist von der Komplexität der jeweiligen Behandlung und Situation abhängig – entscheidend ist letztlich die Korrektheit, Vollständigkeit und Relevanz der angegebenen Informationen. Zusätzlich sollten alle weiteren behandelnden Ärzte in der Lage sein, den Arztbrief zu verstehen. Wenn Sie einen Arztbrief schreiben, sind Formulierungen für die Verständlichkeit ausschlaggebend. Achten Sie darauf,

        • sich klar und unmissverständlich auszudrücken,
        • lediglich gängige Abkürzungen zu verwenden,
        • irrelevante Informationen auszulassen,
        • sowie Empfehlungen zum weiteren Verlauf der Behandlung nicht als Anweisung zu formulieren!

        Häufige Fehlerquellen beim Schreiben von Arztbriefen

             Laut Medscape sollen bereits 95,9 % der Hausärzte missverständliche Arztbriefe bekommen haben. Wiederkehrende Fehlerquellen sind dabei:

        • unverständliche Abkürzungen und
        • komplizierte sowie doppeldeutige Sätze

        88 % der Hausärzte gehen sogar davon aus, dass solche mangelhaften Arztbriefe zu Behandlungsfehlern führen können. Grund dafür ist oft der Personalmangel in Kliniken und der enorme Zeitdruck. Spezielle Softwares können Sie allerdings dabei unterstützten, Arztbriefe zu schreiben: Zwei Software-Beispiele dafür sind der Arztbrief-Assistent CMD® von dentaconcept oder die Textbausteinverwaltung texManager.

        Wie ist der Aufbau eines Arztbriefes?

        Offiziell gibt es keine Regeln für die Struktur eines Arztbriefes. Dennoch müssen spezielle Abschnitte enthalten sein, um die Qualität des Informationsgehalts sicherzustellen. Die folgende Anleitung soll Ihnen dabei helfen, einen Arztbrief zu schreiben:

         

        • Einleitung: In der Einleitung müssen zunächst der Absender und Empfänger des Arztbriefes sowie der zu behandelnde Patient identifiziert werden. Wenn Sie einen Arztbrief verfassen, müssen Sie deutlich machen, wer das Dokument zu welchem Zeitpunkt erstellt hat und wer die Verantwortung trägt. Gleichzeitig sollten Sie relevante Patientendaten wie den Namen, Wohnort, das Geburtsdatum und die Behandlungsdauer inkludieren.

         

        • Diagnose: In diesem Abschnitt sollten Sie mit der Hauptdiagnose des Patienten beginnen – die weiteren Nebendiagnosen sortieren Sie anschließend nach Relevanz. Sie kennen es wahrscheinlich selbst: Im Klinikalltag bleibt oft nur wenig Zeit, weswegen die Informationen kurz und prägnant dargestellt werden müssen. Hier könnten Sie außerdem mögliche Komplikationen, Operationen und chronische Erkrankungen

         

        • Anamnese: Erstellen Sie einen Arztbrief, ist auch der Abschnitt der Anamnese sehr wichtig. Darin verschriftlichen Sie, mit welchen Symptomen der Patient im Krankenhaus aufgenommen wurde und in welchem Allgemeinzustand er sich befand. In diesem Abschnitt haben Sie außerdem die Möglichkeit, die Vorgeschichte zu schildern und über relevante Medikamente, Allergien oder weitere Umstände wie die Sucht-, Familien- und Sozialanamnese zu berichten.

         

        • Befunde: Hier halten Sie stichwortartig Ihre Befunde fest, die vom Allgemeinzustand bis hin zu wichtigen Vitalparametern wie der Herzfrequenz, der Sauerstoffsättigung und dem Blutzucker reichen. Weitere relevante Laborwerte zu den Organen wie dem Herz, der Lunge oder dem Bewegungsapparat gehören ebenfalls zu den Befunden.

         

        • Verlauf: In den vorherigen Abschnitten sollten persönliche Kommentare und Interpretationen ausgelassen werden. Jetzt können Sie darauf eingehen, wie es dem Patienten während der Behandlung ging, ob es Komplikationen gab und letztlich Empfehlungen für den weiteren Verlauf aussprechen. Haben Sie Vermutungen zu Zusammenhängen zwischen Symptomen und Diagnosen, können Sie diese ebenfalls in diesem Abschnitt erläutern.

         

        • Entlassungsmedikation: Damit der nächste Arzt die Behandlung erfolgreich weiterführen kann, müssen Informationen zu der Entlassungsmedikation Dabei sollten Sie beachten, dass jedes Medikament eine Indikation braucht und Sie darüber hinaus auf den Wirkstoff, Dosis, Einnahmeschema und -dauer eingehen sollten.

         

        • Empfehlungen: Hier fassen Sie alle vorangegangenen Empfehlungen noch einmal prägnant zusammen, ergänzen aber keine neuen Hinweise. Dieser Abschnitt soll alle Empfehlungen zum weiteren Prozedere gebündelt darstellen.

         

        • Abschluss: Sie beenden den Arztbrief mit Ihrem Namen und Ihrer Unterschrift und ergänzen gegebenenfalls die Ihrer beteiligten Kollegen.

         

        Epikrise: Die Epikrise wird nicht in jedem Arztbrief dargestellt, ist aber besonders bei umfangreicheren Dokumenten hilfreich. In der Epikrise fassen Sie die wichtigsten Punkte des Arztbriefs erneut zusammen.

        Ärztin überreicht Patient einen Arztbrief

        Welche Anhänge gehören in den Arztbrief?

        Haben Sie einen ausführlichen Arztbrief geschrieben, bietet es sich an, diesen mit einem ergänzenden Anhang auszustatten. Mögliche Anlagen wären beispielsweise Befunde zur Anamnese, Laborwerte oder weitere Beobachtungen aus dem Therapieverlauf. Um sich Zeit zu sparen, entscheiden sich aber viele Ärzte dazu, diese Befunde erst auf Anfrage zu senden.

        Beim Georg Thieme Verlag finden Sie ein hilfreiches Muster, um einen vollständigen Arztbrief zu schreiben. Wenn Sie zum ersten Mal einen Arztbrief verfassen, ist diese Vorlage ein guter Einstieg, um die einzelnen Abschnitte besser zu verstehen.

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      • Feminisierung – Frauen in der Medizin: Herausforderungen und Konsequenzen

        Drei junge Ärztinnen lächeln in die Kamera
        Drei Ärztinnen lächeln in die Kamera

        Feminisierung – Frauen in der Medizin: Herausforderungen und Konsequenzen

        Die Verweiblichung der Ärzteschaft ist bereits seit mehreren Jahrzehnten Thema brisanter Diskussionen: genauer gesagt laut dem Deutschen Ärzteblatt seit dem 26. Deutschen Ärztetag im Jahr 1898. Historisch ist für Frauen in der Medizin dieser Ärztetag von großer Bedeutung, da ihnen dort der Zugang zum Medizinstudium gewährt wurde. Dr. med. Anja Meurer stellt fest, dass Frauen jedoch immer häufiger als Grund für den Ärztemangel genannt werden: Sie sollen Teilzeitstellen bevorzugen und Überstunden aufgrund ihrer Familie ablehnen. In Wahrheit sind jedoch lediglich 10 % aller Ärzte und Ärztinnen in Deutschland in Teilzeit angestellt und auch Männer sind seltener dazu bereit, ihre Work-Life-Balance für anstrengende Arbeitsbedingungen aufzugeben. Gerade durch die aktuellen Umstände der Pandemie steigt das Interesse an Teilzeitstellen weiter, da Ärzte und Ärztinnen mit Nachdruck auf die eigene Work-Life-Balance pochen.

        In diesem Beitrag schauen wir uns an, wie es um die Feminisierung der Medizin in Deutschland tatsächlich steht und welche Herausforderungen und Konsequenzen das für die Entwicklung des Arztberufs mit sich bringt.

        • Feminisierung – Frauen in der Medizin: Herausforderungen und Konsequenzen
        • Gibt es zu viele Frauen in der Medizin?
        • Wie steht es um Frauen in Führungspositionen in der Medizin?
        • Vor welchen Herausforderungen stehen Frauen in der Medizin?
        • Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Das unternehmen Arbeitgeber
        • Die Feminisierung der Medizin bringt Vorteile für alle

        Gibt es zu viele Frauen in der Medizin?

        Auch in Gesellschaft und Politik werden Stimmen lauter, die sich vor einer Feminisierung der Medizin fürchten. Prof. Dr. med. Jürgen Freyschmidt, ehemaliger Professor der Medizinischen Hochschule Hannover, schlug 2017 vor, die Abiturnote nicht länger als Zulassungskriterium anzuwenden. Stattdessen solle es eine Männerquote von 50 % für die Verteilung der Studienplätze geben. Tatsächlich bewarben sich zum Sommersemester 2019 etwa doppelt so viele Frauen wie Männer für das Medizinstudium – der Trend zeichnete sich laut einer Darstellung der FAZ bereits ab dem Jahr 1998 ab und entwickelt sich seitdem stetig weiter. Die Bundesregierung lehnte diesen Vorschlag jedoch ab, da sie keine Anhaltspunkte dafür sieht, dass der Frauenanteil im Medizinstudium ein Problem für die medizinische Versorgung von Patienten in der Zukunft darstellen könnte.

        Schaut man sich das Geschlechterverhältnis fernab des Medizinstudiums an, wird eines deutlich: Die Feminisierung der Ärzteschaft hat in den letzten Jahren zwar zugenommen, die männliche Belegschaft wurde aber noch nicht überholt. Im Jahr 2018 waren Frauen im Arztberuf mit 47 % repräsentiert. Diese Zahl geht laut dem Deutschen Ärzteblatt mit dem allgemeinen Frauenanteil auf dem deutschen Arbeitsmarkt einher. Im gesamten Gesundheitswesen dominieren Frauen in der Medizin das Feld jedoch deutlich: Zählt man abseits der reinen medizinischen Berufe auch Stellen in der Alten-, Familien- oder Hauspflege dazu, erhöht sich der Frauenanteil auf 79 %.

        Weibliche Ärztin im Vordergrund, verschwommen im Hintergrund mehrere männliche Ärzte

        Wie steht es um Frauen in Führungspositionen in der Medizin?

        Auch wenn Frauen in der Medizin immer häufiger vertreten sind, scheint das faire Geschlechterverhältnis noch nicht auf der Führungsebene angekommen zu sein. Die Erhebung „Medical Women on Top“ des Deutschen Ärztinnenbundes ergab im Jahr 2016, dass es lediglich 31 % Oberärztinnen in deutschen Kliniken gibt. Bezieht man alle Führungspositionen an Universitätskliniken in die Statistik zu Frauen in der Medizin ein, kommt heraus, dass lediglich 10 % der Frauen im Arztberuf eine Führungsposition innehaben. Ob Gründe hierfür eine mangelnde Chancengleichheit oder private Aspekte, wie Schwangerschaft oder Kinderbetreuung, sind, ist statistisch noch nicht belegt.

        Dabei hat gerade diese Feminisierung der Medizin erhebliche Vorteile mit sich gebracht: Beispielsweise wurden jahrelang die meisten Medikamente lediglich an Männern getestet und für sie entwickelt, sodass Frauen in dieser Berücksichtigung lange Zeit zu kurz kamen.

        Vor welchen Herausforderungen stehen Frauen in der Medizin?

        Zwar schreitet die Feminisierung der Medizin voran, dennoch gibt es für Frauen weiterhin eine Vielzahl struktureller Probleme. Angefangen mit einer Schwangerschaft: Sie ist ein schönes Ereignis im Leben, kann für Frauen in der Medizin aber nach wie vor ein Hindernis für ihre ärztliche Karriere sein. Frauen haben demnach oft damit zu kämpfen, dass befristete Verträge während ihrer Elternzeit auslaufen und sie Weiterbildungsmöglichkeiten verpassen. Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Berliner Charité, Christine Kurmeyer, berichtet, dass in der Familienplanung besonders die Phase vor der Habilitation problematisch sei: Es sei kaum möglich, Familie, Lehre und Forschung sowie lange Arbeitszeiten und Sonderschichten parallel zu händeln. Darüber hinaus sollen auch Dienstpläne für Teilzeitstellen oft nicht mit der Tagesstruktur in Krankenhäusern vereinbar sein.

        Offiziell haben Sie nach Ihrer Elternzeit Anspruch auf eine Teilzeitstelle von bis zu 30 Arbeitsstunden pro Woche. Dazu ist der Arbeitgeber verpflichtet, wenn Sie in einer Praxis oder in einer Klinik

        • länger als 6 Monate tätig sind
        • und dort mindestens 15 Mitarbeiter beschäftigt sind.

        Theoretisch darf er diesen Antrag nur aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen. In der Praxis werden Teilzeitstellen aber immer mehr zur Rarität, was der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Weg steht.

        Des Weiteren fühlen sich Frauen von ihrem Arbeitgeber oft nicht ausreichend gefördert und haben den Eindruck, dass ihre männlichen Kollegen bei Beförderungen bevorzugt werden. Es kursieren zahlreiche Berichte von sexistischem Verhalten gegenüber Frauen in Kliniken: Das reicht von Sprüchen, laut denen Frauen nicht so kompetent wie Männer sein könnten, bis hin zu klassischen Rollenbildern vom Mann „als Halbgott in Weiß“ und der Frau als „pflegender Dienerin“.

        Arzt und Ärztin stehen lächelnd nebeneinander

        Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Das unternehmen Arbeitgeber

        Die Charité in Berlin ist ein gutes Beispiel, wenn es um die Förderung von Frauen in der Medizin geht. Hier gibt es eine eigene Kindertagesstätte, eine Notfall-Kinderbetreuung und ein Familienbüro, das sich um spezielle Belange kümmert. Außerdem möchte sie Frauen mithilfe von Stipendien und Mentoring-Programmen dazu ermutigen, nach ihrer Elternzeit mit voller Motivation in ihren Beruf zurückzukehren. Obwohl auch Männern eine Elternzeit zusteht, sollen 2017 lediglich 2 % diese in Anspruch genommen haben.

        Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend versucht stetig, Krankenhäuser zur Familienfreundlichkeit zu motivieren. Durch bessere Absprachen, standardisierte Abläufe und der Berücksichtigung von Kinderbetreuungszeiten sollen Mitarbeiter mit Familien involviert und respektiert werden. Immer mehr Kliniken sollen zudem auf mittelfristige Dienstplanungen setzen, um ausreichend Vorlauf gewähren und auf die individuellen Wünsche der Beschäftigten eingehen zu können. Zudem sollen Männer weiterhin dazu ermutigt werden, die Elternzeit in Anspruch zu nehmen.

        Die Feminisierung der Medizin bringt Vorteile für alle

        In den letzten Jahren sind Frauen in der Medizin immer breiter repräsentiert. Bei näherer Betrachtung der Umstände wird aber deutlich, dass noch viel Arbeit geleistet werden muss, damit sie auch in der Praxis Chancengleichheit erfahren. Von der Kürzung von Überstunden, über besser geregelte Arbeitszeiten bis hin zur Ermöglichung von Teilzeitstellen ist die Liste von Optimierungsmöglichkeiten lang. Dabei darf nicht vergessen werden, dass diese Entwicklungen auch Vorteile für die männliche Belegschaft mit sich bringen. Vom wachsenden Trend zur besseren Work-Life-Balance als Arzt und der Etablierung flexibler Arbeitsmodelle profitieren am Ende des Tages nämlich nicht nur Frauen in der Medizin.

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      • Versicherungen für Ärzte: Das sind die wichtigsten Versicherungen

        Ein Arzt baut eine Pyramide aus Holzwürfeln, die unterschiedliche Symbole aus der Medizin darstellen

        Arzt stapelt hölzerne Bauklötze aufeinander, auf denen verschiedene medizinische Symbole abgebildet sind

        Versicherungen für Ärzte: Das sind die wichtigsten Versicherungen

        Ein unliebsames Thema und dennoch enorm wichtig: Versicherungen für Ärzte. Vielleicht suchen Sie gerade zum ersten Mal nach passenden Versicherungen oder evaluieren Ihre aktuellen Tarife und fragen sich: Wie sind Ärzte am besten versichert? Besonders im medizinischen Bereich sind Berufsrisiko und Verantwortung groß. Im heutigen Beitrag stellen wir Ihnen daher die wichtigsten Versicherungen für Ärzte vor und differenzieren dabei zusätzlich zwischen dem nötigen Versicherungsschutz von angestellten und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten. Gleichzeitig werfen wir einen näheren Blick auf den Unterschied von privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen für Ärzte.

         

        • Versicherungen für Ärzte: Das sind die wichtigsten Versicherungen
        • Die Wahl zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung
        • Welche Versicherungen sind für Ärzte zu empfehlen?
        • Welche zusätzlichen Versicherungen brauchen niedergelassene Ärzte mit eigener Praxis?
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        Die Wahl zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung

        Allem voran steht die Krankenversicherung, die eine Pflichtversicherung für Ärzte sowie generell für alle Menschen mit deutschem Wohnsitz ist. Ob nun die private Krankenversicherung für Ärzte sinnvoll ist oder ob Ärzte bei gesetzlichen Krankenversicherungen bleiben sollten, hängt von einigen Faktoren ab:

         

        Zunächst können Sie im Angestelltenverhältnis erst ab einem Jahreseinkommen von 64.350 Euro brutto in die private Krankenversicherung für Ärzte wechseln. Grundsätzlich können Sie nach Ihrem Studium als Assistenzarzt mit einem Einstiegsgehalt unter der sogenannten Jahresarbeitsentgeltgrenze rechnen und fallen somit automatisch in die gesetzliche Krankenversicherung. Als selbstständiger Arzt haben Sie die Möglichkeit, zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung für Ärzte zu wählen. Prinzipiell bringt die private Krankenkasse für Ärzte einige entscheidende Vorteile mit sich:

         

        • Günstige Konditionen: Die genauen Kosten eines privaten Tarifs hängen vom jeweiligen Versicherer und den gewünschten Leistungen Der Grundbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung liegt bei 14,6 % vom Bruttolohn, wobei 50 % der Arbeitgeber übernimmt. Da Ärzte mit fortschreitender Karriere überdurchschnittlich gut verdienen, steigen auch die Versicherungskosten immer weiter. Bei der privaten Krankenversicherung können Sie allerdings die Tarife an Ihre Bedürfnisse anpassen und bei Bedarf nachjustieren.

         

        • Mehr Leistungen: Als Versicherungsnehmer der privaten Krankenversicherung haben Sie außerdem Zugang zu mehr Leistungen, die bei der gesetzlichen Krankenversicherung oftmals nicht abgedeckt sind oder selbst bezahlt werden müssen. Besonders im Falle von Krankheit oder bei speziellen Anforderungen wird der Unterschied zwischen den zwei Versicherungen deutlich: Privatpatienten erhalten meist schneller Termine, haben freie Auswahl in den Kliniken und genießen eine umfassende Kostenerstattung bei den meisten Medikamenten. Schließlich sollten Sie Kosten und Ansprüche gegeneinander abwägen, um sich für eine Krankenversicherung zu entscheiden.

        Welche Versicherungen sind für Ärzte zu empfehlen?

        Neben der verpflichtenden Krankenversicherung für Ärzte gibt es darüber hinaus auch einige weitere empfehlenswerte Versicherungen für Ärzte:

         

        • Berufshaftpflichtversicherung: Die Berufshaftpflicht für Ärzte gilt als wichtigste Zusatzversicherung im medizinischen Bereich und ist laut der Musterberufsordnung der Bundesärztekammer sogar verpflichtend. Trotz größter Sorgfalt und jahrelanger Expertise kann es im Ärztealltag zu Fehlern mit kostenintensiven Folgen kommen. Im Falle von Schäden bei Sachgegenständen, Personen und Vermögen kommt die Haftpflichtversicherung für Ärzte grundsätzlich auf. Ein Personenschaden kann beispielsweise bei einem Behandlungsfehler während einer komplizierten Operation oder längeren Therapie vorkommen. Der Jahresbeitrag variiert je nach Versicherungsgesellschaft und gewählter Versicherungssumme.

         

        • Rechtsschutzversicherung: Eine Rechtsschutzversicherung für Ärzte ist zwar nicht verpflichtend, stellt aber eine gute Ergänzung zur Berufshaftpflicht dar. Kommt es nämlich zu strafrechtlichen Folgen und Gerichtsverfahren, übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Anwalts- und Verfahrenskosten. Das ist besonders wichtig, da im Härtefall sogar Suspendierungen oder Berufsverbote drohen. Dabei ist diese Versicherung in verschiedene Bausteine gegliedert wie zum Beispiel für Angelegenheiten im privaten Bereich, im Verkehr und bei Immobilien.

         

        Als Ärzteversicherung ist besonders der Baustein „Beruf“ von großer Bedeutung, da er berufliche Risiken abdeckt. Die Kosten variieren hierbei je nach Tätigkeit und Absicherung: Angestellte Ärzte bekommen die Versicherung bereits ab 150 Euro im Jahr, während niedergelassene Ärzte bis zu 1.000 Euro zahlen können. In diesem Zuge ist es oft auch sinnvoll, den Spezial-Strafrechtsschutz für Ärzte in der Police zu inkludieren. Hier sollten Sie besonders darauf achten, dass die jeweilige Versicherung auf Ärzte spezialisiert ist und Sie im Falle einer Anklage auf Körperverletzung, Krankenversicherungsbetrug und Rechtsfragen mit den Finanzämtern schützt.

         

        Berufsunfähigkeitsversicherung: Auch die Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte ist äußerst empfehlenswert. Sollten Sie aufgrund von etwaigen Krankheiten nicht mehr in der Lage sein, Ihren Beruf zu 50 % auszuüben, sichert diese Versicherung Ihr Einkommen. Bei Vertragsabschluss vereinbaren Sie eine bestimmte Rentenhöhe, die im Ernstfall ausgezahlt wird. Sie sollten die Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, da die Versorgungswerke nur in äußersten Fällen Ihre Rente auszahlen.

        Personen besprechen Vertragspapiere

        Welche zusätzlichen Versicherungen brauchen niedergelassene Ärzte mit eigener Praxis?

        Abschließend können wir festhalten, dass sich die empfohlenen Versicherungen für Assistenzärzte und Ärzte mit jahrelanger Berufserfahrung nicht wesentlich unterscheiden. In Ihrer medizinischen Tätigkeit herrscht ein gewisses Berufsrisiko, das auch bei ausgeprägter Expertise und Sorgfalt rechtliche Folgen nach sich ziehen kann. Anders sieht es bei niedergelassenen Ärzten mit eigener Praxis aus. Als selbstständige Person tragen Sie weitere Verantwortungsbereiche und haben zusätzliche Risiken, die Sie mit den passenden Versicherungen für Ärzte abdecken können:

         

        • Krankentagegeldversicherung: Als niedergelassener Arzt genießen Sie alle Vorzüge sowie auch die Nachteile der Selbstständigkeit. Sollten Sie ein bis zwei Tage aufgrund einer leichten Erkältung zu Hause bleiben müssen, ist ein Verdienstausfall mit Sicherheit tragbar. Bei länger anhaltender Krankheit ist eine Krankentagegeldversicherung aber äußerst sinnvoll, da sie für Ihr Nettoeinkommen Als privat versicherter Arzt haben Sie die Möglichkeit, eine Karenzzeit zu vereinbaren, ab der Sie die versicherte Summe ausgezahlt bekommen. Der Versicherungsbeitrag variiert hier ebenfalls je nach Versicherung, Karenzzeit, Leistungsdauer und -höhe. Prinzipiell gilt aber: Je früher Sie die Krankentagegeldversicherung abschließen, desto günstiger wird es für Sie.

         

        • Praxisausfallversicherung: Eine Praxisausfallversicherung ist auch als Betriebsunterbrechungsversicherung bekannt. Sie ist für niedergelassene Ärzte unabdingbar, da sie für laufende Fixkosten wie Miete und Gehälter aufkommt, falls es zu einer vorübergehenden Praxisschließung aufgrund von Krankheit, Unfällen oder anderen Schäden kommt.

         

        • Praxisinhaltsversicherung: Mithilfe der Praxisinhaltsversicherung können Sie Ihr Praxisinventar vor Beschädigungen Dabei gibt es eine fest definierte Liste an Gefahren, die von der Versicherung anerkannt werden. Dazu zählen beispielsweise Schäden aufgrund von Feuer, Diebstählen oder Naturkatastrophen. Hier haben Sie die Möglichkeit, Ihren Basistarif um einen Zusatztarif zu erweitern, der beispielsweise eine zusätzliche Glasversicherung beinhaltet und Bargeld oder Laptops erstattet. Da solche extremen Beschädigungen in Praxen seltener vorkommen, gibt es diese Versicherungen für Ärzte bereits ab 100 Euro im Jahr.

        Neben den verpflichtenden Krankenversicherungen für Ärzte steht Ihnen grundsätzlich frei, welche weiteren Versicherungen Sie abschließen. Es kommt ganz darauf an, wo und wie Sie Ihre berufliche Tätigkeit als Arzt ausüben. Sprechen Sie bestenfalls mit einem Versicherungsmakler und lassen Sie sich beraten! Nur so können Sie sicherstellen, dass Sie für alle Eventualitäten bestens abgesichert sind.

         

         

        Die bereitgestellten Informationen in diesem Beitrag sind nicht als bindende Rechtsauskunft zu betrachten. Wenden Sie sich bitte an Ihre Rechtsabteilung oder einen Anwalt, wenn Sie einen professionellen Rechtsbeistand benötigen sowie an Ihren Versicherungsberater, wenn Sie eine professionelle Auskunft über Ihre Versicherungsmöglichkeiten einholen möchten.

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      • Arztbriefe schreiben: Wissenswertes, Anleitung und Tipps

        Arzt hält ein Klemmbrett in der Hand und liest
        Arzt hält ein Klemmbrett in der Hand und liest

        Arztbriefe schreiben: Wissenswertes, Anleitung und Tipps

        Im Studium oft vergessen, im Arbeitsalltag unbeliebt: Der Arztbrief. Erinnern Sie sich kurz an Ihre Seminare und Fortbildungen zurück: Wahrscheinlich wurde kaum Zeit damit verbracht, Arztbriefe schreiben zu lernen. Besonders junge Assistenzärzte müssen aber regelmäßig in ihrem Job Arztbriefe erstellen, um Klarheit und Überblick über die Anamnese, Medikationen und weitere Aspekte eines Patienten zu geben.

        Immer häufiger werden Stimmen von Hausärzten lauter, die die Qualität der Arztbriefe bemängeln: Unverständliche Formulierungen und Abkürzungen sowie unzutreffende Angaben erschweren die adäquate Weiterbehandlung des Patienten. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie einen Arztbrief optimal gestalten, damit Ihre Patienten weiterhin gut versorgt und Ihre Kollegen und Kolleginnen qualitative Arbeit leisten können.

        • Arztbriefe schreiben: Wissenswertes, Anleitung und Tipps
        • Welche Funktion haben Arztbriefe?
        • Wie schreibt man einen guten Arztbrief?
        • Häufige Fehlerquellen beim Schreiben von Arztbriefen
        • Wie ist der Aufbau eines Arztbriefes?
        • Welche Anhänge gehören in den Arztbrief?
        • Umfrage

        Welche Funktion haben Arztbriefe?

        Arztbriefe - auch Entlassungsbriefe - genannt, werden nach der stationären Behandlung eines Patienten sowie nach dem Besuch eines Facharztes geschrieben. Dieses Dokument wird bei der folgenden Überweisung an den nächsten behandelten Arzt weitergeleitet und hat das Ziel, über den Verlauf des Aufenthalts sowie alle Befunde und Medikationen aufzuklären. Diese Informationen sind für anknüpfende Behandlungen von großer Bedeutung, um Fehler bei Diagnosen und Therapieempfehlungen zu vermeiden.

        Beim Verfassen eines Arztbriefes sollten Sie unbedingt auf die Angabe korrekter Daten achten: Sollte es nämlich aufgrund eines mangelhaften Arztbriefes zu gravierenden Fehlern in der Folgebehandlung kommen, haften Sie als Verfasserin oder Verfasser dafür.

        Wie schreibt man einen guten Arztbrief?

        Nachdem wir betont haben, wie wichtig ein guter Arztbrief ist, stellt sich die Frage: Wie schreibe ich einen Arztbrief? Die Länge des Dokuments ist von der Komplexität der jeweiligen Behandlung und Situation abhängig – entscheidend ist letztlich die Korrektheit, Vollständigkeit und Relevanz der angegebenen Informationen. Zusätzlich sollten alle weiteren behandelnden Ärzte in der Lage sein, den Arztbrief zu verstehen. Wenn Sie einen Arztbrief schreiben, sind Formulierungen für die Verständlichkeit ausschlaggebend. Achten Sie darauf,

        • sich klar und unmissverständlich auszudrücken,
        • lediglich gängige Abkürzungen zu verwenden,
        • irrelevante Informationen auszulassen,
        • sowie Empfehlungen zum weiteren Verlauf der Behandlung nicht als Anweisung zu formulieren!

        Häufige Fehlerquellen beim Schreiben von Arztbriefen

             Laut Medscape sollen bereits 95,9 % der Hausärzte missverständliche Arztbriefe bekommen haben. Wiederkehrende Fehlerquellen sind dabei:

        • unverständliche Abkürzungen und
        • komplizierte sowie doppeldeutige Sätze

        88 % der Hausärzte gehen sogar davon aus, dass solche mangelhaften Arztbriefe zu Behandlungsfehlern führen können. Grund dafür ist oft der Personalmangel in Kliniken und der enorme Zeitdruck. Spezielle Softwares können Sie allerdings dabei unterstützten, Arztbriefe zu schreiben: Zwei Software-Beispiele dafür sind der Arztbrief-Assistent CMD® von dentaconcept oder die Textbausteinverwaltung texManager.

        Wie ist der Aufbau eines Arztbriefes?

        Offiziell gibt es keine Regeln für die Struktur eines Arztbriefes. Dennoch müssen spezielle Abschnitte enthalten sein, um die Qualität des Informationsgehalts sicherzustellen. Die folgende Anleitung soll Ihnen dabei helfen, einen Arztbrief zu schreiben:

         

        • Einleitung: In der Einleitung müssen zunächst der Absender und Empfänger des Arztbriefes sowie der zu behandelnde Patient identifiziert werden. Wenn Sie einen Arztbrief verfassen, müssen Sie deutlich machen, wer das Dokument zu welchem Zeitpunkt erstellt hat und wer die Verantwortung trägt. Gleichzeitig sollten Sie relevante Patientendaten wie den Namen, Wohnort, das Geburtsdatum und die Behandlungsdauer inkludieren.

         

        • Diagnose: In diesem Abschnitt sollten Sie mit der Hauptdiagnose des Patienten beginnen – die weiteren Nebendiagnosen sortieren Sie anschließend nach Relevanz. Sie kennen es wahrscheinlich selbst: Im Klinikalltag bleibt oft nur wenig Zeit, weswegen die Informationen kurz und prägnant dargestellt werden müssen. Hier könnten Sie außerdem mögliche Komplikationen, Operationen und chronische Erkrankungen

         

        • Anamnese: Erstellen Sie einen Arztbrief, ist auch der Abschnitt der Anamnese sehr wichtig. Darin verschriftlichen Sie, mit welchen Symptomen der Patient im Krankenhaus aufgenommen wurde und in welchem Allgemeinzustand er sich befand. In diesem Abschnitt haben Sie außerdem die Möglichkeit, die Vorgeschichte zu schildern und über relevante Medikamente, Allergien oder weitere Umstände wie die Sucht-, Familien- und Sozialanamnese zu berichten.

         

        • Befunde: Hier halten Sie stichwortartig Ihre Befunde fest, die vom Allgemeinzustand bis hin zu wichtigen Vitalparametern wie der Herzfrequenz, der Sauerstoffsättigung und dem Blutzucker reichen. Weitere relevante Laborwerte zu den Organen wie dem Herz, der Lunge oder dem Bewegungsapparat gehören ebenfalls zu den Befunden.

         

        • Verlauf: In den vorherigen Abschnitten sollten persönliche Kommentare und Interpretationen ausgelassen werden. Jetzt können Sie darauf eingehen, wie es dem Patienten während der Behandlung ging, ob es Komplikationen gab und letztlich Empfehlungen für den weiteren Verlauf aussprechen. Haben Sie Vermutungen zu Zusammenhängen zwischen Symptomen und Diagnosen, können Sie diese ebenfalls in diesem Abschnitt erläutern.

         

        • Entlassungsmedikation: Damit der nächste Arzt die Behandlung erfolgreich weiterführen kann, müssen Informationen zu der Entlassungsmedikation Dabei sollten Sie beachten, dass jedes Medikament eine Indikation braucht und Sie darüber hinaus auf den Wirkstoff, Dosis, Einnahmeschema und -dauer eingehen sollten.

         

        • Empfehlungen: Hier fassen Sie alle vorangegangenen Empfehlungen noch einmal prägnant zusammen, ergänzen aber keine neuen Hinweise. Dieser Abschnitt soll alle Empfehlungen zum weiteren Prozedere gebündelt darstellen.

         

        • Abschluss: Sie beenden den Arztbrief mit Ihrem Namen und Ihrer Unterschrift und ergänzen gegebenenfalls die Ihrer beteiligten Kollegen.

         

        Epikrise: Die Epikrise wird nicht in jedem Arztbrief dargestellt, ist aber besonders bei umfangreicheren Dokumenten hilfreich. In der Epikrise fassen Sie die wichtigsten Punkte des Arztbriefs erneut zusammen.

        Ärztin überreicht Patient einen Arztbrief

        Welche Anhänge gehören in den Arztbrief?

        Haben Sie einen ausführlichen Arztbrief geschrieben, bietet es sich an, diesen mit einem ergänzenden Anhang auszustatten. Mögliche Anlagen wären beispielsweise Befunde zur Anamnese, Laborwerte oder weitere Beobachtungen aus dem Therapieverlauf. Um sich Zeit zu sparen, entscheiden sich aber viele Ärzte dazu, diese Befunde erst auf Anfrage zu senden.

        Beim Georg Thieme Verlag finden Sie ein hilfreiches Muster, um einen vollständigen Arztbrief zu schreiben. Wenn Sie zum ersten Mal einen Arztbrief verfassen, ist diese Vorlage ein guter Einstieg, um die einzelnen Abschnitte besser zu verstehen.

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      • Feminisierung – Frauen in der Medizin: Herausforderungen und Konsequenzen

        Drei junge Ärztinnen lächeln in die Kamera
        Drei Ärztinnen lächeln in die Kamera

        Feminisierung – Frauen in der Medizin: Herausforderungen und Konsequenzen

        Die Verweiblichung der Ärzteschaft ist bereits seit mehreren Jahrzehnten Thema brisanter Diskussionen: genauer gesagt laut dem Deutschen Ärzteblatt seit dem 26. Deutschen Ärztetag im Jahr 1898. Historisch ist für Frauen in der Medizin dieser Ärztetag von großer Bedeutung, da ihnen dort der Zugang zum Medizinstudium gewährt wurde. Dr. med. Anja Meurer stellt fest, dass Frauen jedoch immer häufiger als Grund für den Ärztemangel genannt werden: Sie sollen Teilzeitstellen bevorzugen und Überstunden aufgrund ihrer Familie ablehnen. In Wahrheit sind jedoch lediglich 10 % aller Ärzte und Ärztinnen in Deutschland in Teilzeit angestellt und auch Männer sind seltener dazu bereit, ihre Work-Life-Balance für anstrengende Arbeitsbedingungen aufzugeben. Gerade durch die aktuellen Umstände der Pandemie steigt das Interesse an Teilzeitstellen weiter, da Ärzte und Ärztinnen mit Nachdruck auf die eigene Work-Life-Balance pochen.

        In diesem Beitrag schauen wir uns an, wie es um die Feminisierung der Medizin in Deutschland tatsächlich steht und welche Herausforderungen und Konsequenzen das für die Entwicklung des Arztberufs mit sich bringt.

        • Feminisierung – Frauen in der Medizin: Herausforderungen und Konsequenzen
        • Gibt es zu viele Frauen in der Medizin?
        • Wie steht es um Frauen in Führungspositionen in der Medizin?
        • Vor welchen Herausforderungen stehen Frauen in der Medizin?
        • Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Das unternehmen Arbeitgeber
        • Die Feminisierung der Medizin bringt Vorteile für alle

        Gibt es zu viele Frauen in der Medizin?

        Auch in Gesellschaft und Politik werden Stimmen lauter, die sich vor einer Feminisierung der Medizin fürchten. Prof. Dr. med. Jürgen Freyschmidt, ehemaliger Professor der Medizinischen Hochschule Hannover, schlug 2017 vor, die Abiturnote nicht länger als Zulassungskriterium anzuwenden. Stattdessen solle es eine Männerquote von 50 % für die Verteilung der Studienplätze geben. Tatsächlich bewarben sich zum Sommersemester 2019 etwa doppelt so viele Frauen wie Männer für das Medizinstudium – der Trend zeichnete sich laut einer Darstellung der FAZ bereits ab dem Jahr 1998 ab und entwickelt sich seitdem stetig weiter. Die Bundesregierung lehnte diesen Vorschlag jedoch ab, da sie keine Anhaltspunkte dafür sieht, dass der Frauenanteil im Medizinstudium ein Problem für die medizinische Versorgung von Patienten in der Zukunft darstellen könnte.

        Schaut man sich das Geschlechterverhältnis fernab des Medizinstudiums an, wird eines deutlich: Die Feminisierung der Ärzteschaft hat in den letzten Jahren zwar zugenommen, die männliche Belegschaft wurde aber noch nicht überholt. Im Jahr 2018 waren Frauen im Arztberuf mit 47 % repräsentiert. Diese Zahl geht laut dem Deutschen Ärzteblatt mit dem allgemeinen Frauenanteil auf dem deutschen Arbeitsmarkt einher. Im gesamten Gesundheitswesen dominieren Frauen in der Medizin das Feld jedoch deutlich: Zählt man abseits der reinen medizinischen Berufe auch Stellen in der Alten-, Familien- oder Hauspflege dazu, erhöht sich der Frauenanteil auf 79 %.

        Weibliche Ärztin im Vordergrund, verschwommen im Hintergrund mehrere männliche Ärzte

        Wie steht es um Frauen in Führungspositionen in der Medizin?

        Auch wenn Frauen in der Medizin immer häufiger vertreten sind, scheint das faire Geschlechterverhältnis noch nicht auf der Führungsebene angekommen zu sein. Die Erhebung „Medical Women on Top“ des Deutschen Ärztinnenbundes ergab im Jahr 2016, dass es lediglich 31 % Oberärztinnen in deutschen Kliniken gibt. Bezieht man alle Führungspositionen an Universitätskliniken in die Statistik zu Frauen in der Medizin ein, kommt heraus, dass lediglich 10 % der Frauen im Arztberuf eine Führungsposition innehaben. Ob Gründe hierfür eine mangelnde Chancengleichheit oder private Aspekte, wie Schwangerschaft oder Kinderbetreuung, sind, ist statistisch noch nicht belegt.

        Dabei hat gerade diese Feminisierung der Medizin erhebliche Vorteile mit sich gebracht: Beispielsweise wurden jahrelang die meisten Medikamente lediglich an Männern getestet und für sie entwickelt, sodass Frauen in dieser Berücksichtigung lange Zeit zu kurz kamen.

        Vor welchen Herausforderungen stehen Frauen in der Medizin?

        Zwar schreitet die Feminisierung der Medizin voran, dennoch gibt es für Frauen weiterhin eine Vielzahl struktureller Probleme. Angefangen mit einer Schwangerschaft: Sie ist ein schönes Ereignis im Leben, kann für Frauen in der Medizin aber nach wie vor ein Hindernis für ihre ärztliche Karriere sein. Frauen haben demnach oft damit zu kämpfen, dass befristete Verträge während ihrer Elternzeit auslaufen und sie Weiterbildungsmöglichkeiten verpassen. Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Berliner Charité, Christine Kurmeyer, berichtet, dass in der Familienplanung besonders die Phase vor der Habilitation problematisch sei: Es sei kaum möglich, Familie, Lehre und Forschung sowie lange Arbeitszeiten und Sonderschichten parallel zu händeln. Darüber hinaus sollen auch Dienstpläne für Teilzeitstellen oft nicht mit der Tagesstruktur in Krankenhäusern vereinbar sein.

        Offiziell haben Sie nach Ihrer Elternzeit Anspruch auf eine Teilzeitstelle von bis zu 30 Arbeitsstunden pro Woche. Dazu ist der Arbeitgeber verpflichtet, wenn Sie in einer Praxis oder in einer Klinik

        • länger als 6 Monate tätig sind
        • und dort mindestens 15 Mitarbeiter beschäftigt sind.

        Theoretisch darf er diesen Antrag nur aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen. In der Praxis werden Teilzeitstellen aber immer mehr zur Rarität, was der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Weg steht.

        Des Weiteren fühlen sich Frauen von ihrem Arbeitgeber oft nicht ausreichend gefördert und haben den Eindruck, dass ihre männlichen Kollegen bei Beförderungen bevorzugt werden. Es kursieren zahlreiche Berichte von sexistischem Verhalten gegenüber Frauen in Kliniken: Das reicht von Sprüchen, laut denen Frauen nicht so kompetent wie Männer sein könnten, bis hin zu klassischen Rollenbildern vom Mann „als Halbgott in Weiß“ und der Frau als „pflegender Dienerin“.

        Arzt und Ärztin stehen lächelnd nebeneinander

        Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Das unternehmen Arbeitgeber

        Die Charité in Berlin ist ein gutes Beispiel, wenn es um die Förderung von Frauen in der Medizin geht. Hier gibt es eine eigene Kindertagesstätte, eine Notfall-Kinderbetreuung und ein Familienbüro, das sich um spezielle Belange kümmert. Außerdem möchte sie Frauen mithilfe von Stipendien und Mentoring-Programmen dazu ermutigen, nach ihrer Elternzeit mit voller Motivation in ihren Beruf zurückzukehren. Obwohl auch Männern eine Elternzeit zusteht, sollen 2017 lediglich 2 % diese in Anspruch genommen haben.

        Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend versucht stetig, Krankenhäuser zur Familienfreundlichkeit zu motivieren. Durch bessere Absprachen, standardisierte Abläufe und der Berücksichtigung von Kinderbetreuungszeiten sollen Mitarbeiter mit Familien involviert und respektiert werden. Immer mehr Kliniken sollen zudem auf mittelfristige Dienstplanungen setzen, um ausreichend Vorlauf gewähren und auf die individuellen Wünsche der Beschäftigten eingehen zu können. Zudem sollen Männer weiterhin dazu ermutigt werden, die Elternzeit in Anspruch zu nehmen.

        Die Feminisierung der Medizin bringt Vorteile für alle

        In den letzten Jahren sind Frauen in der Medizin immer breiter repräsentiert. Bei näherer Betrachtung der Umstände wird aber deutlich, dass noch viel Arbeit geleistet werden muss, damit sie auch in der Praxis Chancengleichheit erfahren. Von der Kürzung von Überstunden, über besser geregelte Arbeitszeiten bis hin zur Ermöglichung von Teilzeitstellen ist die Liste von Optimierungsmöglichkeiten lang. Dabei darf nicht vergessen werden, dass diese Entwicklungen auch Vorteile für die männliche Belegschaft mit sich bringen. Vom wachsenden Trend zur besseren Work-Life-Balance als Arzt und der Etablierung flexibler Arbeitsmodelle profitieren am Ende des Tages nämlich nicht nur Frauen in der Medizin.

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